Rudi Wanninger
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Kochkunst der allerhöchsten Klasse

Patat-K√ľchencrew ist nach Gourmet-Kochkurs mit Sternekoch Rudi Wanninger bestens f√ľr die Saison ger√ľstet

Allj√§hrlich im Januar, eine Woche vor dem Start in die neue Patat-Spielsaison, r√ľstet sich die Kochcrew des Kleinkunstvereins f√ľr ihre kulinarische Aufgabe. Auch dieses Jahr geschah dies unter der Anleitung des Sternekochs Rudi Wanninger. Von Mittwoch bis Sonntag weilte der sympathische Schweizer im Odenwald und drei Tage lang ging es in der Patatk√ľche rund.

Dr. Lothar Mertens, Christiane Back√∂fer, Dr. Alwin Weber, Dr. Elli Ries, Rene Mertens, J√ľrgen Leidner und Dr. Detlef Weimar ‚Äď im richtigen Leben Arzt, Bauingenieur, F√∂rster oder Lehrer ‚Äď wurden von dem Meisterkoch in die Geheimnisse der gehobenen Kochkunst eingewiesen. Der erste Tag bestand aus Theorie und Vorbereitungen sowie der Selbstversorgung in Form von Kalbsgeschnetzeltem auf R√∂sti, in der Schweiz ein Nationalgericht. Am Freitag waren abends die Familienangeh√∂rigen der Hobbyk√∂che eingeladen ‚Äď zu einem achtg√§ngigen Men√ľ. Auf dem Speiseplan standen unter anderem Mousse von der Entenleberterrine auf Salat von Keniabohnen mit Haselnuss√∂lvinaigrette, sautierte Rebhuhnbr√ľstchen im eigenen Jus, serviert im safranisierten Kartoffelp√ľreemantel auf Rahmwirsing oder Ingwer-Pannacotta mit Kumquatkompott in Grand Manier, ein Men√ľ, das jedes Gourmet-Herz h√∂her schlagen l√§st.

Am Samstagabend wurde es dann ernst, ein achtg√§ngiges Galadiner f√ľr 30 Personen stand auf dem Programm. Lauwarmer Hummer auf winterlichem Linsensalat an K√ľrbiskern√∂l und verschiedenen Sprossen, T√∂rtchen von Schwarzwurzel mit frischen Umbrientr√ľffeln, pochiertes Kalbssteak mit Safran-beurre-blanc, Wurzelgem√ľse und kleinen Kartoffelkn√∂del, Lasagne von Frischk√§se und Pumpernickel und weitere nicht allt√§gliche Speisearrangements sorgten f√ľr begeisterte G√§ste und gro√ües Lob f√ľr die K√∂che.

Bei diesem Kochkurs ging es nicht nur um die Zubereitung nach Rezept. Das Auge isst schlie√ülich mit und auch das Anrichten ist eine Kunst. Wenn dann noch 30 Essen gleichzeitig serviert werden sollen, muss jeder in der Brigade wie ein Uhrwerk funktionieren. Alles klappte hervorragend, wozu auch die junge Thekenmannschaft im Service ihren Teil beitrug. Rudi Wanninger bescheinigten seinen Sch√ľlern nach dem nun dritten Kochkurs ein hohes Niveau und Professionalit√§t.

Zuhause ist der Schweizer in Sta. Maria nahe der italienischen Grenze, unweit von St. Moritz. In dem kleinen Dorf im Nationalpark des Ofenpasses, fernab vom Massentourismus, er√∂ffnete Wanninger vor zw√∂lf Jahren sein Gourmet-Restaurant ‚ÄěPiz Umbrail‚Äú. Ein Geheimtipp ist er l√§ngst nicht mehr, ohne rechtzeitige Reservierung ist es schwer, einen Tisch zu bekommen. In seiner K√ľche arbeitet der Koch aus Leidenschaft grunds√§tzlich alleine, ausgezeichnet von Michelin, Gault Millau und Guide-bleu. Zudem z√§hlt zu den hundert besten K√∂chen der Schweiz und bekocht als solcher derzeit mit einem Kollegen die Passagiere der Schweizer Fluggesellschaft. Verwundert zeigte er sich √ľber den Mangel an Gourmet-Gastronomie im Odenwald: ‚ÄěDurch den Einzugsbereich Frankfurt und Rhein-Main ist die Region in dieser Hinsicht doch eine wahre Goldgrube ‚Äď warum nutzt das niemand?‚Äú Die K√ľnstler, die im Patat auftreten, werden gehobene K√ľche auf keinen Fall vermissen, sondern von dem umfangreichen neuen Wissen und K√∂nnen der K√ľchencrew profitieren ‚Äď mit ein Grund, warum sie alle so gerne wieder kommen. (11.01.03).