Dr.Woggle and the Radio
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Eisgekühlte Cocktails und heiße Rhythmen

„Dr. Woggle and the Radio“ sorgen mit Ska, Reggae und Rocksteady für einen karibischen Sommerabend im Patatkeller

Von wegen der Sommer ist vorbei! Am Samstag kehrte er noch einmal mit geballter Kraft zurück – zumindest in den Patatkeller. Zwischen karibischem Ambiente aus Lampions und Blumengirlanden herrschten wahrlich tropische Temperaturen und die Sonne brachten „Dr. Woggle and the Radio“ ins Gewölbe. Die sechs Jungs aus Weinheim boten eine schweißtreibende Reggae-Show, der sich niemand im Keller widersetzen konnte. Es wurde getanzt, gehüpft, gewippt – alles war in Bewegung.
Selten war das Publikum im Patat dabei so gemischt und reichte vom jugendlichen Rasta bis zur weißhaarigen Seniorin. Allerdings trennten sich die Gäste im Verlauf des Abends ein wenig. Es waren überwiegend die Jüngeren, die zu den wummernden Bässen im Gewölbe tobten. Die Älteren fanden im Thekenraum ruhigere Plätze und hatten dort ebenso ihren Spaß.
Die Band „Dr. Woggle and the Radio“, deren Schlagzeuger unglaubliche Ähnlichkeit mit dem jungen Fidel Castro hat, besteht nun seit fünf Jahren, bis auf einige Wechsel bei den Bläsern in selber Besetzung. Ihr Thema ist der Reggae in all seinen Facetten, vom Rocksteady bis zum schnellen Ska, überwiegend eigene Stücke, aber auch mit traditionellen Anleihen. Sie tourten schon mit zahlreichen Größen dieses Genres und auch alleine durch Europa. Ihre zweite CD kommt Ende Oktober auf den Markt. Bei allem Erfolg leiden die Weinheimer unter dem gleichen Problem wie viele hiesige Bands – es fehlt ihnen ein Proberaum.
Von Probe-Defiziten war bei dem Konzert im Patatkeller allerdings nichts zu spüren. Ausgesprochen professionell und musikalisch hervorragend servierten die Woggles den Sound Jamaikas. Als sie nach Mitternacht ihre Instrumente einpackten, war das für die meisten der Gäste viel zu früh. Zu gerne hätte sie diese musikalische Sonne noch länger genossen.
Passend zur karibischen Nacht versorgten Hula-Mädchen und Jungs in Hawaii-Hemden die Gäste mit eisgekühlten Cocktails. Die Küche bot unter anderem „Jamaica Pepperpot vom westindischen Kampfhuhn“ an, ein Spaß, der einige Humor-Abstinenzler zu Diskussionen veranlasste. Alles in allem boten die Patatler mit dieser Sonderveranstaltung eine fantastische Sommernacht, den Jugendlichen ebenso wie den Älteren. (27.09.03)