Forstgut Breuberg
Index
OdinPrawda
OdinWald
OdinKultur
OdinReise
OdinSport
Impressum
OdinHistory
OdinWälder

Wild aus der Region – eine Delikatesse 

Vom Forstgut Breuberg auf direktem Weg zum Verbraucher

Das Reh ist das begehrteste Wild unter den hiesigen Arten. Sein Fleisch schmeckt wesentlich intensiver als das anderer Tiere, gleichzeitig ist es deutlich zarter. Das liegt an der besonderen Art, in der sich das Reh ernährt. Es verschlingt seine Nahrung nicht und verschmäht grobe Speisen. Stattdessen genießt das Reh zehn bis zwölf kleine Mahlzeiten am Tag und das Feinste ist gerade gut genug. Genüßlich knabbert der Feinschmecker des Waldes an zarten Knospen, jungen Blättern und Trieben, frischen Kräutern und zarten Blüten.
Diesen gut gedeckten Tisch findet das Wild in den Wäldern der Region – und damit es so bleibt, wird gejagt. Rehjagd muss sein, denn natürliche Feinde wie Wolf, Bär, Luchs und Adler sind in den Revieren nicht mehr zu finden. Wird die Rehpopulation zu hoch, würde das Wild hungern und der Forst Schaden nehmen.
In den Revieren des Forstguts Breuberg – woher auch Bernd Pauli sein Wild bezieht – stimmt das ökologische Gleichgewicht. Darüber wacht Forstgutleiter Jürgen Michalczyk. Er ist der Chef über 2500 Hektar Mischwald im Bereich Breuberg bis Höchst und ein Verfechter des Dauerwaldes. Das bedeutet: Weg vom Kahlschlag und langfristige, durchdachte Planung in der Aufforstung.
Dazu gehört auch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wald und Wild. Der Abschussplan ist gesetzlich vorgegeben und beläuft sich auf 150 bis 200 Tiere – Rehe und Wildschweine – pro Jahr. Geschossen werden überwiegend Böcke und Schmalrehe, also einjährige weibliche, noch nicht fortpflanzungsfähige Tiere. Auch bei den Böcken sind mehr die Einjährigen gefragt als die älteren Prachtexemplare. Verarbeitet wird das Wild direkt vor Ort im Forstgut, in der idyllischen Hofreite an der Wertheimer Straße 13 in Breuberg-Neustadt, in der sich früher das Gasthaus „Zum Ochsen“ und später die „Tenne“ befanden.
Sterile Sauberkeit herrscht in dem kleinen Schlachthaus. Drei bis vier Tage muss das Wild abhängen, bevor es zerlegt wird. Sobald die Decke abgezogen ist, wechseln Jürgen Michalczyk und sein Revierförster Thomas Fornoff die Gummihandschuhe, damit keine Verunreinigungen an das Fleisch kommen. Das Tier wird grob zerlegt und die einzelnen Teile – Schulter, Schlegel, Rippen oder Rücken – küchenfertig separat in Vacuum eingeschweißt. So hält es sich 14 Tage, im Kühlhaus eingefroren ein Jahr. Natürlich ist das Fleisch nach vorhergehender Anfrage auch ganz frisch erhältlich – ob als ganzes Reh, als Schlegel, Rücken oder als eine Portion Gulasch. Selbst Wildschinken ist auf Bestellung erhältlich, denn ein Räucherschrank gehört ebenfalls zur Ausstattung des kleinen, feinen Schlachthauses.
Tiefgefroren ist das Wild im Forstgut Breuberg jederzeit vorrätig, frisch natürlich nur während der Jagdsaison (von Februar bis April ist Schonzeit). Nähere Informationen sind beim Forstgut Breuberg direkt unter Tel. 06165/1223 erhältlich, das Büro ist werktags von 7.30 bis 11.30 Uhr besetzt.
Übrigens: Neben der gesunden Ernährung des Wildes trägt ein weiterer Faktor zu dem guten Geschmack des Wildfleisches bei. Der Transport zum Schlachten erzeugt bei Tieren Stresshormone, die sich im Fleischgeschmack niederschlagen – dieser Faktor fällt bei der Jagd und somit beim Wildfleisch völlig weg.