Forellenzucht
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Frische Forellen aus OdenwĂ€lder GewĂ€ssern 

Von Bachsaibling bis Lachsforelle – alles aus eigener Zucht 

Knapp zehn Zentimeter groß sind die kleinen Fischlein, die sich im Becken erwartungsfroh unter dem Futterautomaten tummeln. „Das sind einjĂ€hrige Regenbogenforellen“, erklĂ€rt die Fischwirtschaftsmeisterin Sieglinge Burkard-Heilmann. Sie ist Chefin der gleichnamigen Forellenzucht in Mossautal-HĂŒttenthal und in Sachen Fisch Hauptlieferantin der Odenwald-GasthĂ€user. In ihren Teichen schwimmen neben den Regenbogenforellen auch Bachsaiblinge, Bachforellen und die beliebten Lachsforellen. All diese Fische stammen aus eigener Zucht, ĂŒber die Wintermonate im Bruthaus aufgezogen, direkt vom Ei ab erzeugt. Angeboten werden die Fische als Speisefisch, aber auch lebend in allen Entwicklungsstadien als Besatz fĂŒr Teiche an die Fischerei und Angelsportvereine.
Die Samengewinnung erfolgt durch „Abstreifen“ der Zuchtfische. Die ausschlĂŒpfenden Jungfische werden angefĂŒttert und verbleiben bis zu einer GrĂ¶ĂŸe von vier bis sechs Zentimeter im Bruthaus. Im Quellwasserbereich der Außenanlage wachsen sie bis auf eine GrĂ¶ĂŸe von 15 bis 20 Zentimeter. In Naturteichen mit Bachwasserzulauf erreichen sie SpeisefischgrĂ¶ĂŸe (ab 300 Gramm StĂŒckgewicht). Vor dem Verkauf beziehungsweise der Verarbeitung verbleiben die Fische noch einige Zeit in klarem Wasser, was den Geschmack verbessert.
Regenbogenforellen stammen ursprĂŒnglich aus Nord-Amerika, ihre Entwicklungsdauer bis zum Speisefisch wĂ€hrt rund zwei Jahre. Regenbogenforellen, die durch lĂ€ngere und spezielle FĂŒtterung rotfleischig werden und ein StĂŒckgewicht von einem bis drei Kilogramm erreichen, heißen Lachsforellen. Die rote Farbe erhalten sie vom karotinhaltigen Futter, Ă€hnlich wie beim Lachs, dessen rote Farbe vom Verzehr karotinhaltiger Krebse stammt. Die Bachforelle, die in OdenwĂ€lder GewĂ€ssern ursprĂŒnglich heimische Forelle, wĂ€chst langsamer und entwickelt entsprechend festeres Fleisch mit krĂ€ftigem Eigengeschmack. Ihre Entwicklungsdauer betrĂ€gt bis zu drei Jahren. Auch der Bachsaibling gehört zur Familie der Forellen, ist bei Entwicklung und Geschmack zwischen Regenbogen- und Bachforelle einzuordnen und stammt ursprĂŒnglich aus Kanada.
ErhÀltlich sind die Fische lebend oder frisch geschlachtet. Die Regenbogenforellen gibt es zudem gerÀuchert, als ganzen Fisch oder als Filet mit Haut. Eine SpezialitÀt bei den Lachsforellen ist die gebeizte Version nach einem Hausrezept, das rote Fleisch ist aber auch warm- oder kaltgerÀuchert erhÀltlich. Saisonal wird auch, von Dezember bis Januar, Forellenkaviar angeboten, zudem sind von November bis MÀrz auch Karpfen erhÀltlich.
GegrĂŒndet wurde der Betrieb vor 43 Jahren von Richard Burkard, der zuvor Flussfischer in Seligenstadt war. Der erste Firmenstandort befand sich dort, wo heute der Marbachstausee ist. Seit 27 Jahren befindet sich die Forellenzucht in HĂŒttenthal. GefĂŒhrt wird der Betrieb heute von der Tochter des FirmengrĂŒnders, Sieglinde Burkard-Heilmann. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1987 bis 1989 im Taunus die Lehre zur Fischwirtin und legte 1993 die MeisterprĂŒfung ab. UnterstĂŒtzung im GeschĂ€ft leisten der Vater und der Auszubildende Tobias Weber – dennoch bescheren die Fische der Mutter von drei kleinen Kindern einen Fulltime-Job. Der Arbeitstag hat hĂ€ufig 14 oder 16 Stunden, nur der Sonntag bleibt fĂŒr die Familie vorbehalten. „Zu diesem Beruf gehört einfach Idealismus“, erklĂ€rt die engagierte ForellenzĂŒchterin.
Von diesem Idealismus profitieren nicht nur die Gastronomen, die Fische aus der Forellenzucht Burkard-Heilmann gerne auf ihrer Speisekarte anbieten, sondern auch Privatkunden. Die Forellen, ob frisch, gerÀuchert oder gebeizt, werden in einem kleinen Laden, nur einige Meter von den Teichen entfernt, angeboten.
Geöffnet hat das LĂ€dchen montags bis freitags von 8 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 14 Uhr. Zu finden ist es ganz einfach: Von der Bundesstraße 460 nach HĂŒttenthal abbiegen und auf der Straße nach GĂŒttersbach bleiben. Am Ortsende auf der rechten Seite liegen im Tal, hinter einem Holzhaus, die Teiche der Forellenzucht Burkard-Heilmann.